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Projektpartnerschaft

Leibniz Universität Hannover, Deutschland

Institut für Didaktik der Demokratie (IDD)

Prof. Dr. Dirk Lange

Der Koordinator des Projekts ist das Institut für Didaktik der Demokratie der Leibniz Universität Hannover. Didaktik der Demokratie bezieht sich nicht ausschließlich auf eine Unterrichtstechnik bzw. -reflexion, sondern bezeichnet die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit einer „lernenden Demokratie“ zum Zwecke ihrer theoretischen Durchdringung und handlungsorientierten Profilierung. Am Institut werden Studierende zu Politiklehrer_innen ausgebildet. Das IDD hat Expertise in der Entwicklung von Curricula und Lehr- und Lernmaterialien.

Humanistischer Verband Deutschlands, Abteilung Lebenskunde

Sandra Moßner und Bernhard Stolz

Ziel des Verbands ist die Verbreitung von humanistischen Ideen auf säkularer Basis. In Berlin und Brandenburg hat der HVD 1200 Angestellte.

Unsere Arbeit:

-  Beratung hinsichtlich Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten

-  Träger von 25 Kindergärten in Berlin

- Angebot vom Unterrichtsfach „Lebenskunde“ an Grundschulen in Berlin.

Die Abteilung der Aus- und Fortbildung von Lehrer_innen des HVD Berlin war in verschiedenen europäischen Netzwerken und Projekten involviert, die Themen wie Migration, Chancengerechtigkeit und Anti-Diskriminierung berührten. Das freiwillige Unterrichtsfach Lebenskunde erreicht in Berlin und Brandenburg über 60.000 Schüler_innen. Inhalte sind ethisches und moralisches Lernen aus einer nicht-religiösen Perspektive. Die Menschenrechtskonvention der Vereinten Nationen bildet eine unserer Leitlinien. Einmal pro Jahr bieten wir eine internationale Lehrerfortbildung in Afacan_Türkei an, thematisch geht es um rassismuskritisches Unterrichten.

Artemisszió Stiftung, Hungary

Erzsébet Csáky und Zsuzsanna Komjáthy

Artemisszió ist eine private NGO, gegründet 1998, mit 17 Angestellten, Ziel ist es, den Dialog zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen aufrecht zu erhalten. Die Arbeitsschwerpunkte sind: Integration von marginalisierten Gruppen, Fortbildung von Erwachsenen sowie Schulprogramme. In Ungarn ist Artemisszió sehr gut vernetzt, so dass auch in Landesteilen gearbeitet werden kann, die stark von Armut betroffen sind. International arbeitet Artemisszió mit NGOs aus europäischen und nicht-europäischen Ländern (z.B. Brasilien, Kolumbien und Sierrea Leone) zusammen. Die Stiftung ist Mitglied der ungarischen Sektion des europäischen Migrationsnetzwerks, der Anna Lindh Stiftung und der Global Education Working Group of Hand (nationale NGDO Plattform).

Losonci Grundschule, Ungarn

Piroska Czifrik and Csilla Stenzinger

Die Schule liegt im 8. Budapester Bezirk. Sie hat 550 Schüler_innen, die meisten von ihnen kommen aus Familien, die von Armut und Arbeitslosigkeit betroffen sind, ca. 66% der Kinder sind Roma.An der Losonci Schule arbeiten 66 Lehrerinnen und Lehrer, die stets dabei sind, neue Möglichkeiten zu finden, um ihre Schüler_innen adäquat zu unterstützen. Beispielsweise knüpfen sie Kontakte zu Institutionen wie Stiftungen, Sportvereinen, Museen, dem ungarischen Schachverband etc. Die Arbeitsatmosphäre zwischen den Kolleg_innen sowie zwischen der Schulleiterin Csilla Stenzinger und dem Kollegium ist sehr gut, was eine hervorragende Basis für die Bearbeitung der vielfältigen Probleme der Kinder darstellt. Die Methode des Team Teaching wurde in den Klassen eins bis vier umgesetzt, sie fließt ebenfalls in ein Modul des PEARLS Projekts ein.

 

Verein für die Unterstützung und Solidarität von/mit Roma in Tekirdağ, Turkei

Necmi Gündüz and Semih Marangoz

Der Vereinssitz ist in Tekirdağ, eine Stadt mit 150.000 Einwohnern, die an der Nordküste des Marmara Meeres liegt. Dort gibt es zwei Viertel, in denen hauptsächlich Roma leben, meist in großer Armut. Viele Kinder gehen nur unregelmäßig zur Schule, so dass die Schulabbruchraten sehr hoch sind. Der Verein ist dabei, ein Netzwerk zwischen Roma-Gruppen, öffentlichen Institutionen und NGOs zu gründen, um die Bildungssituation von Roma zu verbessern und Diskriminierungen gegen Roma zu verringern.

 

Mustafa Necati Grundschule, Türkei

Özlem Oktay 

Unsere Schule besuchen 150 Schüler_innen, im Alter von 6 bis 10 Jahren, alle kommen aus Roma Communities. Darüber hinaus haben wir 15 Schüler_innen mit Behinderungen, die zusätzlich von einem Institut betreut werden, was allerdings nicht mit westeuropäischen Standards vergleichbar ist. Die Mustafa Necati Schule liegt zwei Kilometer von der griechischen Grenze entfernt, die Gegend gehört zur Marmara Region.

5% der Eltern unserer Kinder haben einen regulären Job, andere arbeiten gelegentlich (z.B. als Tagelöhner) oder sie erhalten monatlich eine kleine Summe vom Staat, was allerdings nicht zum Leben reicht. Diese Bedingungen haben selbstverständlich einen negativen Einfluss auf die Leistung der Kinder. Um die Situation ein wenig zu verbessern, bieten wir extracurriculare Aktivitäten für die Kinder an, z.B. Singen, Tanzen und Theater spielen. Als Partner im PEARLS Projekt wollen wir diese Aktivitäten ausweiten sowie ein Netzwerk mit weiteren zivilgesellschaftlichen Akteuren aufbauen.

 

 

Verein „Gipsy Eye – See Beyond Prejudice“, Rumänien

Ionut Stan 

Die Mitglieder der Graswurzelorganisation “Gipsy Eye” kommen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen, z.B. Studierende, Schüler_innen von Sekundarschulen oder auch geringer qualifizierte junge Roma. Unser Motto ist: „Schau über deine Vorurteile hinaus.“ Gipsy Eye fand sich im Jahr 2007 als informelle Gruppe zusammen, auf die Initiative von sechs Roma-Studierenden. 2008 bekam Gipsy Eye den offiziellen Status als Nichtregierungsorganisation. Ihr Sitz ist in Iasi, im Nordosten von Rumänien, eine Region, die zu den am schwächsten entwickelten in Rumänien zählt. Jedoch ist die Stadt Iasi bedeutend für die Wirtschaft und die Kultur Rumäniens, z.B. gibt es dort viele Universitäten. Fünf Prozent der rumänischen Roma leben in Iasi.

Die Ziele von Gipsy Eye:

- Kinder und Jugendliche aus Roma Familien unterstützen, um ihnen Zugang zu Bildung zu ermöglichen

- Schulabbruch verhindern, indem Trainings mit Lehrer_innen durchgeführt werden

- Mädchen aus Roma Communities ermutigen, Vorbilder für andere Mädchen zu sein und sich in Projekten zu engagieren

- Dazu beitragen, dass Roma Jugendliche sich positiv auf ihre Identität beziehen, indem sie mehr über die Geschichte und Kultur von Roma lernen 

Scoala Gimnaziala Cozmesti, Rumänien

Angela Casariu

Die Cozmesti Grundschule liegt im Nordwesten Rumäniens, in der sog, Moldauregion. Ein Kindergarten ist an die Schule angeschlossen, insgesamt besuchen 316 Kinder und Jugendliche zwischen drei und 15 Jahren die Einrichtungen. Sie kommen überwiegend aus sozial und ökonomisch benachteiligten Familien. Zwei Lehrer_innen an der Cozmesti Schule sind Roma, was ungewöhnlich für Rumänien ist, an den meisten Schulen lehren ausschließlich Nicht-Roma.

 

Agentur für Bildung und Lehrerfortbildung, Kroatien

Nevenka Lončarić-Jelačić

Die Agentur ist eine öffentliche Einrichtung für professionelle Beratung in der allgemeinen Bildung in Kroatien. 110 Angestellte arbeiten in der Zentrale in Zagreb. Neben der professionellen Unterstützung von Lehrerinnen und Lehrern in Kroatien, gehört auch die Bildung von Kroatinnen und Kroaten im Ausland zu unseren Aufgaben. ETTA nimmt an der Entwicklung und Umsetzung des nationalen Curriculums in Kroatien teil. Seit 1999 ist ETTA verantwortlich für die Umsetzung des nationalen Curriculums für Menschenrechtsbildung sowie für die Umsetzung des Curriculums für Politische Bildung.

Projektkoordination

Gottfried Wilhelm Leibniz University of Hannover


Philosophische Fakultät

Institut für Didaktik der Demokratie (IDD)

Prof. Dr. Dirk Lange

Schloßwender Straße 1


30159 Hannover, Deutschland